Bärlauch: Nicht nur für Bären ein Wundermittel

Bärlauch – im lateinischen allium ursinum – ist ein wahres Heilkraut. Bären lieben es, da es eine kräftigende Wirkung besitzt und ihnen somit nach dem langen Winterschlaf wieder Energie gibt. Welche vielen Vorteile die Pflanze jedoch für uns Menschen birgt und wie sie eingesetzt werden kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

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Bärlauch hat einen intensiven Geschmack und ist gesundheitsfördernd (c) istockphoto.com/hsvrs

Die Eigenschaften des Bärlauchs

Bärlauch besitzt langzettliche Blätter mit einer kräftigen, dunkelgrünen und glänzenden Farbe. Die Blätter wachsen an einem weichen Stiel und die Pflanze kann eine Höhe von bis zu 30 cm erreichen. Sie hat einen intensiven, würzigen Knoblauchgeruch,  weshalb sie häufig auch Knoblauchspinat, wilder Knoblauch oder auch Waldknoblauch genannt wird. Der Bärlauch reiht sich in der Familie von Knoblauch, Lauchzwiebel, der klassischen Zwiebel und dem Schnittlauch ein. Das Wildkraut blüht von März bis Mai und wächst in lichten, nährstoffreichen, feuchten Laubwäldern. Wer Bärlauchsammeln gehen möchte, sollte jedoch aufpassen: Es gibt Verwechslungsgefahr! Bärlauch Blätter ähneln stark den Maiglöckchen Blättern, welche sehr giftig und daher nicht für den Verzehr geeignet sind. Auch bestehen Ähnlichkeiten zu der ebenso gesundheitsschädigenden Herbstzeitlosen und dem Aronstab. Eine Unterscheidung ist jedoch durch den Geruch möglich, der sich stark von dem der drei optisch ähnlichen Pflanzen abhebt. Um ein deutliches Ergebnis zu erzielen, kann eines der Blätter in den Händen gerieben werden – ist es Bärlauch, entfaltet sich das typische Knoblauch Aroma sofort.

Bärlauch und seine Heilkräfte

Frisch kann das Heilkraut seine volle Wirkung entfalten. Es besitzt viel Vitamin C und Eisen. Zudem beinhaltet das Kraut ätherische Öle, die sich wohltuend auf Körper und Geist auswirken.  Eine weitere positive Eigenschaft ist die Reinigung und Entgiftung des Körpers. Besonders die Blutreinigung ist hier hervor zu heben. Zudem wirkt das Kraut entschlackend. Als Trockengewürz eignet sich Bärlauch jedoch weniger, da er durch die Trocknung all seine Vitamine verliert. Besonders wirkungsvoll ist die Einnahme einer Handvoll frischer Bärlauchblätter täglich über einen Zeitraum von 4-6 Wochen. So werden schädliche Darmbakterien abgewehrt und auch das Gleichgewicht der Darmflora wieder hergestellt.  Ebenso besitzt das Heilkraut eine positive Auswirkung auf den Blutdruck: Es kann Bluthochdruck entgegen wirken. Zudem können Arterienverkalkungen vorgebeugt werden. Wem all diese positiven Eigenschaften noch nicht genug sind, der darf sich darüber freuen, dass das Heilkraut auch die Durchblutung anregt und den Cholesterinspiegel senkt. Wenn Sie sich über weitere Kräuter informieren möchten, die Ihre Gesundheit fördern, sollten Sie sich auch unseren Artikel über Rosmarin einmal anschauen.

Leckere und gesunde Bärlauch Rezepte

Mit dem wilden Knoblauch lassen sich eine Vielzahl verschiedener Gerichte verfeinern. Beispielsweise kann hiermit eine Alternative zur klassischen Kräuterbutter zubereitet werden: Die Bärlauchbutter besitzt einen intensiven Geschmack und kann als vegetarischer Brotaufstrich Einsatz finden. Ein simples Rezept hierzu gibt es bei Brigitte. Auch sehr beliebt ist der Bärlauch Frischkäse. Wie Sie diesen zubereiten können, erfahren Sie zum Beispiel bei EatSmarter. Doch nicht nur die aromatischen Blätter können ein Geschmackserlebnis bieten. Bärlauchsamen zum Beispiel sind eine wunderbare Alternative zum grünen Pfeffer und geben Fisch, Salaten oder Fleisch eine aufregende Note.

Bärlauchsuppe: Einfach, aromatisch, wohltuend

Wer gerne würzige Suppen isst, sollte unbedingt die Bärlauchcremesuppe probieren. Das Rezept hierfür ist ganz einfach:

  • 300g Bärlauch
  • 2 EL Butter
  • 500 ml klare Gemüsebrühe
  • Eine Knoblauchzehe
  • Pfeffer, Salz & Muskat nach  Geschmack
  • 125ml Schlagsahne
  • Eine Zwiebel
  1. Bärlauch entstielen und waschen. Die Bärlauchblätter kurz im heißen Wasser aufbrühen und danach mit kaltem Wasser abschrecken. Danach die Blätter ausdrücken und fein hacken.
  2. Knoblauch und Zwiebel in kleine Stücke hacken, in einen Kochtopf geben und in Butter anschwitzen.
  3. Bärlauch und die Gemüsebrühe hinzugeben und alles aufkochen.
  4. Die Schlagsahne einrühren und die Suppe pürieren.
  5. Die Suppe mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Bärlauch Pesto: Die Verfeinerung für Pasta, Brot, Fleisch & Co.

Sehr beliebt ist das aromatische Kraut auch als Pesto. Es kann als vegetarischer Botaufstrich dienen, Pasta Raffinesse geben oder saftige Lammsteaks und Rindersteaks veredeln. Durch diese Form der Verarbeitung kann zudem eine Haltbarkeit über bis zu 8 Wochen des sonst eher kurzlebigen Bärlauchs garantiert werden. Und so einfach können Sie das Bärlauchpesto zaubern:

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Bärlauch Pesto eignet sich wunderbar als Brotaufstrich (c) istockphoto.com/dulezidar
  • 2 Bund Bärlauch
  • 1 EL Pinienkerne
  • 50g Parmesankäse
  • 1dl Olivenöl
  • Salz & Pfeffer zum Abschmecken
  • Bei Bedarf ein Spritzer Zitronensaft
  1. Bärlauch waschen und putzen, dann klein hacken
  2. Pinienkerne mit einem Mörser zermahlen und den Parmesan in gleichem mengenmäßigen Verhältnis hineingeben und vermengen
  3. Olivenöl hinzugeben und zu einer homogenen Masse verrühren. Bei Bedarf kann hierzu ein Stabmixer eingesetzt werden.
  4. Das Pesto sollte 2-3 Stunden ziehen gelassen werden. Im Anschluss wird es nach Herzenslust mit Salz und Pfeffer gewürzt. Wer mag, kann auch noch etwas Zitronensaft hinzugeben.
  5. Das Bärlauchpesto in kleine Konfitürengläser umfüllen, luftdicht verschließen und im Kühlschrank lagern.
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