Grüner Tee und seine Wirkung

Grüner Tee wird in China seit vielen Jahrhunderten traditionell als Volksmedizin angewendet. Der Grund dafür ist seine hohe Bedeutung für die Gesunderhaltung und seine positive Wirkung auf das Wohlbefinden. Vor allem die im Grüntee enthaltenen Polyphenole wie Catecine, Flavonoide und weitere Inhaltsstoffe wie die Aminosäure L-Theanin verhelfen zu körperlicher und geistiger Fitness.

Das vielseitige und aromatische Getränk erfreut sich daher auch in Europa seit langem großer Beliebtheit und wird von vielen gesundheitsbewussten Menschen hochgelobt. Doch bei allen Vorzügen ist der Genuss von Grüntee nicht in jedem Falle unbedenklich.

Grüner Tee: Traditions- und Trendgetränk

gruener tee gesund
istockphoto.com/RyanJLane

Grüner Tee wird von vielen Menschen sehr geschätzt und schon lange nicht mehr nur im Asia-Restaurant getrunken. Gesundheitsbewusste, Fitnessinteressierte und Menschen mit dem Wunsch nach einer Gewichtsreduzierung schätzen das fernöstliche Getränk ebenso wie Teekenner mit dem Hang zur Tradition.

Ein großer Vorteil von Grünem Tee – egal ob als gesundheitsförderndes Mittel oder aus Geschmacksgründen – ist zweifelsohne sein verhältnismäßig günstiger Preis. Zudem ist die Auswahl der angebotenen Sorten sehr vielfältig und kann so gut wie alle persönlichen Vorlieben abdecken.

Neben den bekanntesten Sorten wie dem Sencha mit seinem ebenso milden wie aromatisch-frischen Geschmack oder dem Gyokuro wird bei vielen Grünteetrinkern wegen seines geringen Koffeingehalts auch der Kukicha sehr geschätzt.

Eher zu den Trendgetränken zählt hingegen der pulverförmige Matcha, welcher sich in den letzten Jahren bei Alt und Jung zunehmender Beliebtheit erfreut. Das besondere an diesem Grüntee ist seine Herstellung: Die unter lichtreduzierten Bedingungen gewonnenen Teeblätter werden nach der Ernte mit Wasserdampf behandelt und anschließend gemahlen.

Das Pulver kann dann entweder normal mit Wasser übergossen oder in Trinkschokolade oder über Eis gestreut werden. Dabei soll der Matcha eine besonders positive Wirkung auf Gesundheit und Wohlbefinden haben, Demenz vorbeugen und sogar beim Abnehmen helfen.

Doch egal, welche Sorte bevorzugt wird, wichtig ist eine schonende und sichere Zubereitung. Da Grüner Tee nicht mit kochendem Wasser aufgegossen wird, können bei minderwertigen Produkten schlimmstenfalls auf den Teeblättern befindliche Keime in den menschlichen Körper gelangen. Insofern sollte beim Kauf auf gute Qualität geachtet werden und ausschließlich Tees aus kontrolliertem Anbau erworben werden.

Vielfältige positive Wirkungen auf die Gesundheit

Ein bekannter Effekt des Grünen Tees ist die Senkung des Blutzuckerspiegels. Grüner Tee enthält Antioxidantien namens EGCG. Menschen, die gerade an Diabetes Typ 2 erkrankt sind, können mit großer Wahrscheinlichkeit ihren Gesundheitszustand durch den Genuss von drei bis vier Tassen Grünem Tee pro Tag zum Teil deutlich verbessern beziehungsweise den Verlauf der beginnenden Krankheit positiv beeinflussen.

Grund dafür ist, dass EGCG einen stimulierenden Effekt auf die insulinproduzierenden Zellen hat. Vor allem der erste Aufguss enthält eine große Menge dieser gesunden Antioxidantien.

Darüber hinaus besitzt Grüner Tee auch vorbeugende Effekte. So wird ihm unter anderem eine vorbeugende Wirkung gegen Krebs zugeschrieben, da sich in ihm Wirkstoffe befinden, welche das Wachstum von Krebszellen verhindern sollen. Ferner kann Grüner Tee zur Behandlung von Lebensmittelvergiftungen sowie als Mittel gegen verschiedene Viruserkrankungen und Krankheiten des Magen-Darm-Traktes angewendet werden.

Die Risiken von Grünem Tee kennen

gruener tee
istockphoto.com/kalasek

Bei allen positiven Eigenschaften von Grüntee sollte dennoch eine gewisse Vorsicht nicht gänzlich außer Acht gelassen werden und ein Extremkonsum besser unterbleiben, denn ein übermäßiger Genuss von Grünem Tee kann unter Umständen auch negative Folgen haben. So wurde vor einigen Jahren der Fall einer 55-jährigen Frau aus Dänemark bekannt, die infolge des täglichen Genusses von vier bis sechs Tassen Grünen Tees eine toxische Hepatitis entwickelte.

Mediziner des Karolinska Universitätskrankenhauses im schwedischen Huddinge äußersten dazu, dass Lebererkrankungen im Zusammenhang mit dem Trinken von Grünem Tee nicht ungewöhnlich seien.

Weiterhin sollte beim Genuss von Grünem Tee beachtet werden, dass durch die enthaltenen Gerbstoffe die Aufnahme von pflanzlichem Eisen negativ beeinflusst wird, was insbesondere bei Vegetariern ungünstige Folgen haben kann. Hier ist die Wirkung bei Grünem Tee ähnlich der von Schwarztee wie beispielsweise Darjeeling.

Je nach Sorte kann Grüntee relativ viel Koffein enthalten. Dies sollte vor allem von Personen beachtet werden, denen Koffein allgemein nicht gut bekommt. Bei der Zubereitung hilft hier das Wissen, dass die Menge des Koffeins im Allgemeinen umso mehr zunimmt, je länger die Ziehzeit dauert.

Wer diese Dinge im Hinterkopf behält und die Risiken kennt, kann sich jedoch an der guten Wirkung des Grünen Tees erfreuen und ihn unbesorgt genießen.

Share on Facebook1Pin on Pinterest0Tweet about this on TwitterGoogle+0Email to someone

Add a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.