Hygiene und Pflegesoftware in Kliniken und Praxen

Panel PC und technisch unterstützende Pflegesoftware sind in modernen Krankenhäusern neben Streptokokken, Influenza und Apoplexie keine Fremdbegriffe mehr. Doch anders als erwartet dient die technische Ausstattung, nicht nur der elektronischen Aufwertung der Bürogeräte, nein, sie sind viel mehr ein Muss bei der Sicherstellung des Hygienestandards.

In deutschen Kliniken, in Altenheimen, Rehazentren, Dialysestationen und auch Praxen sind reichlich sogenannte multiresistente Bakterien unterwegs. Das Hygieneproblem ist bekannt. Und fast täglich erfahren wir durch die Medien von neuen Fällen. Zudem liest man in letzter Zeit immer häufiger, dass die meisten Krankheitskeime am Arbeitsplatz an der Tastatur und der Maus sitzen. Da auch Krankenhäuser und Arztpraxen immer mehr in die digitale Welt gleiten und kaum noch analoge Krankendaten existieren, ist man bestrebt besonders keimabweisende Eingabegeräte einzuführen.

Warum ist Hygiene in Krankenhäusern so wichtig

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Im Kampf gegen Krankheitserreger
an wichtigen Geräten mit Pflegesoftware
istockphoto.com/Yuri_Arcurs

Allein in Deutschland infizieren sich pro Jahr zwischen 500.000 und einer Million Menschen im Rahmen von Klinikaufenthalten mit Erregern von Krankenhausinfektionen. Da sich gerade in Krankenhäusern eine Vielzahl infektiöser Patienten als auch sehr stark abwehrgeschwächte Menschen befinden, ist es wichtig eine Wechselwirkung zwischen diesen beiden Patientengruppen zu vermeiden. Ziel der Hygiene ist es somit, die Übertragung von Infektionserregern auf Patienten oder auf das Personal zu verhindern, da die daraus entstehenden Infektionen, vor allem in Zeiten zunehmender nosokomialer Infektionen mit schwer therapierbaren, meist multiresistenten Erregern, bekanntlich immer schwieriger heilbar sind. Dabei wird auch in der technischen Ausstattung darauf geachtet, dass Geräte, Notstromaggregate und Panel PCs eingesetzt werden, an denen Keime und Bakterien nicht so häufig haften bleiben wie bei handelsüblichen Computern.

Hygienevorschriften mit Hilfe einer guten Planung einhalten

Durch entsprechende verbindliche Vorgaben, z. B. von Hygieneplänen, Kontrollen von Desinfektions- und Sterilisationsgeräten, Raumlufttechnischen Anlagen, regelmäßigen Schulungen des Personals, sollen Patienten und Personal gleichermaßen vor der Übertragung gefährlicher Erreger geschützt werden. Krankenhaushygiene ist ein wesentlicher Bestandteil der Qualitätssicherung in der stationären Patientenversorgung. Maßgeblich Verantwortlich für den Schutz vor Infektionen ist die Bauplanung und technische Ausstattung eines jeden Krankenhauses sowie die Gestaltung sämtlicher Funktionsabläufe im klinischen Betrieb. Dabei ist eine zuverlässige Pflegesoftware nötig um alle Abläufe genauestens planen und abbilden zu können. Die hier angesprochene Planung für die Pflege bezeichnet in der professionellen Gesundheits- und Krankenpflege und der Altenpflege den gesamten Pflegeprozess eines Patienten. Ziel ist es, gemeinsam durch eine gründliche Pflegedokumentationen mit Hilfe der richtigen Pflegesoftware ein zielgerichtetes, pflegerisches Handeln strukturiert und systematisiert durchzuführen und zu bewerten. Resultat ist der entstehende Pflegeplan, der die pflegerelevanten Informationen für alle Beteiligten bereitstellt. Dazu gehören der abgestimmte Pflegebedarf, Pflegeziele, sowie die zur Erreichung des angestrebten Pflegeresultats notwendigen Pflegemaßnahmen, aber auch die Dokumentation der durchgeführten Hygienemaßnahmen mit der entsprechenden Pflegesoftware.

Sorgfältige Planung mit der richtigen Pflegesoftware

Eine zuverlässige Planung und die Dokumentation von Hygieneanordnungen, Krankenakten und anderen Formularen ist in der Pflege nur mit der richtigen Pflegesoftware möglich. Dabei muss die Pflegesoftware genau auf die Bedürfnisse des Krankenhauses, der Praxis oder der Einrichtung, die diese nutzt, abgestimmt sein. Pflegesoftware ist vor allem für folgende Bereiche geeignet:

  • Pflegedokumentation, z.B. von Patientenakten, Betreuungsberichte
  • Dienst- und Personaleinsatzplanung
  • Pflegecontrolling
  • Leistungserfassung
  • Verwaltung und Administration

Somit lassen sich mit einer angepassten Pflegesoftware ein Großteil der Arbeit erleichtern. Mit einer detailliert abbildbaren Einsatzplanung lässt sich nicht nur Zeit einsparen, es werden auch Fehler bei manueller Erfassung vermieden. Die Übersicht ist einfacher und flexibel anpassbar. Auch in der Dokumentation lässt sich durch eine Pflegesoftware vieles vereinfachen. Formulare und Berichte können mit Hilfe von digitalen Formulierungshilfen beschleunigt werden. Der erhöhte Aufwand durch steigende Patientenzahlen kann aufgefangen werden. Im Controlling können mit Auswertungen und Statistiken komplexe betriebswirtschaftliche Zusammenhänge schneller erfasst und dadurch effektiver optimiert werden. Der Administrations- und Verwaltungsaufwand lässt sich kompensieren. Dazu stehen bei den meisten Pflegesoftware-Programmen zahlreiche Zusätze oder Features zur Verfügung.

Moderne Geräte und Pflegesoftware in unseren Krankenhäusern

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Hier sieht man einen Panel PC im OP-Raum
istockphoto.com/Alexei Cruglicov

Heutzutage erfolgt das ganze Leben elektronisch. So werden auch in Krankenhäusern vermehrt Neuerungen zur Arbeitserleichterung, aber auch zur Verbesserung von Hygieneansprüchen und dem Wohlbefinden der Patienten eingeführt. Im Pflegebereich wird beispielsweise mit modernen Hilfsmittel wie der Pflegesoftware namens e-selekt Pflegesoftware von Standard Systeme gearbeitet, damit mit dessen Hilfe eine elektronische, fachgerechte und professionelle Pflegedokumentation schnell, einfach und vor allem effektiv erstellt werden kann. Daneben werden auch die Visitenwagen sowie weitere medizinische Gerätschaften in Richtung Digitalisierung weiterentwickelt. Hier ist es aus Sicht der Hygienebedingungen besonders für sterile Räume wichtig, PC’s zu entwickeln, die leicht zu reinigen sind und möglichst wenig Angriffsfläche für Keime bieten. Wo ein PC in der Arztpraxis meist noch bedenkenlos betrieben werden kann, ist es gerade im OP wichtig, die Arbeitsgeräte keimfrei zu halten. Zudem müssen sich die PC’s im OP auch noch mit Latexhandschuhen und in einer hektischen Situation, beispielsweise während einer Operation, einfach bedienen lassen. Hersteller von medizinischen Industrie-PCs haben bereits eine Lösung parat. Andernfalls können sie Auslöser für die Übertragung von Bakterien darstellen, die in die Wunden der Patienten gelangen und schwere Entzündungen auslösen. So wird der Heilungsprozess entweder verlangsamt oder noch weitreichendere Folgen haben. Der Spiegel schreibt hierzu: Hygienemangel ist der neue Ärztepfusch.

Wie unterstützt der Panel PC die Hygiene im Krankenhaus?

Die Anforderungen an einen Panel PC und der adäquaten Pflegesoftware sind also hoch. Deshalb haben sich die Hersteller von Panel PCs einige Dinge einfallen lassen, die den Panel PC zu einem unverzichtbaren Begleiter im OP-Saal gemacht haben:

  • Das Multitouchpanel mit Edelstahlgehäuse eignen sich besonders für Chemie- und Hygienebereiche,da sie über eine gehärtete, hygienegerechte Ganzglasoberfläche verfügen.
  • Die Gehäuse der Panel PCs sind komplett geschlossen und somit vor Verunreinigungen sicher geschützt.
  • Die Reinigung ist völlig problemlos, denn die Panel PCs halten Wasser, Desinfektionsmitteln, ja sogar Säuren und Laugen stand.
  • Wasser, Fetten oder Emulsionen können mit der Oberfläche in Berührung kommen und garantieren trotzdem 100 Prozent hygienische Herstellungsbedingungen.
  • Optional gibt es die Möglichkeit die Panel PCs mit Waagen-Zubehör zu kombinieren. Exakte Messergebnisse werden somit sofort ermittelt, angezeigt und gespeichert.
  • Die präzise, kapazitive Touchsensorik ermöglicht es, die Panels auch mit Handschuhen zu bedienen.

Größter Vorteil des Panel PCs ist es natürlich, dass somit die beiden größten Keimherde, Tastatur und Maus, aus dem OP-Raum verbannt werden konnten. So bleibt der OP oder auch der sterile Raum der Arztpraxis immer hygienisch sauber.

Worauf Sie als Patient bei der Hygiene achten können

Wir alle wissen, die meisten Keime werden über die Hände übertragen! Eine der wichtigsten Gegenmaßnahme ist es deshalb, stets die Hände zu desinfizieren. Erst wenn die Hand vollständig benetzt wird, gilt sie nach etwa 30 Sekunden als desinfiziert. Neben der angesprochen Handdesinfektion sollten Patienten grundsätzlich Einweg-Taschentücher benutzen und diese nach dem Gebrauch entsorgen und sich anschließend die Hände waschen. Pflegeartikel wie Handtücher und Waschlappen, sollten sie gerade in der Umgebung eines Krankenhauses täglich wechseln und bei 60 Grad waschen lassen, denn gerade hier, wo sich die Feuchtigkeit hält, kann ein Sammelbecken für Keime entstehen. Zudem können Sie darauf achten, das der Wasserstrahl des Wasserhahnes nicht direkt auf den Abfluss zeigt, denn durch die so entstehende Verwirbelung könnten Bakterien aus dem Abfluss in die Luft austreten. Gleiches gilt bei dem Toilettengang. Achten Sie darauf den Deckel stets vor dem Spülen zu schließen. Mit diesen kleinen, aber effektiven Tipps schützen Sie sich ein wenig mehr vor möglichen Krankheitserregern.

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