Koriander: Viel Geschmack, viel heilende Wirkung

Koriander, auch Coriandrum Sativum, ist bekannt als eine Gewürzpflanze, die gerne in der asiatischen, arabischen und orientalischen Küche Verwendung findet. Durch ihren unverkennbar intensiven Geschmack verleiht sie den Gerichten eine besondere Note – diese ist aber nicht für jeden Gaumen etwas. Doch nicht nur der das Aroma spielt hier die Musik: Koriander hat viele gesundheitsfördernde Eigenschaften und gehört deshalb zu den absoluten Heilpflanzen. Hier erfahren Sie mehr über die Wirkung des Korianders und wie Sie ihn verwenden können.

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Mit Koriander kann jedem Gericht eine aufregende Note verleiht werden (c) istockphoto.com/Neustockimages

Die Eigenschaften des Korianders

Die Pflanze gehört zu den Doldengewächsen und kann eine Höhe von bis zu 60 cm erreichen. Sie bildet weiße bis rötliche Blüten aus und besitzt hellgrüne Blätter, die eine ein-bis dreifache Fiederung besitzen. Optisch ähnelt der Koriander der Petersilie. Geschmacklich jedoch ist er wesentlich intensiver und hat auch einen charakteristischen Geruch. Dieser soll an den von Wanzen erinnern, weshalb das Gewächs auch Wanzenkraut genannt wird. Die Koriander Samen sind rund, 3- 5 mm groß und haben eine gelbe bis bräunliche Farbe. Diese werden bei der Herstellung von Korianderöl genutzt. Das Gewächs hat eine Lebensdauer von einem Jahr und blüht von Juli bis August. Es wächst bevorzugt an sonnigen bis halbschattigen, warmen  Plätzen mit einem lockeren Boden.

Koriander als Heilpflanze

Dem Koriander wird eine Vielzahl gesundheitsverbessernder Eigenschaften zugesprochen. Vor allem seine antibakterielle, entzündungshemmende Wirkung ist hier hervorzuheben. Deshalb wird er auch als natürliches Antiseptikum angepriesen. Er besitzt ätherische Öle, Minerale, Vitamin A und C, Antioxidantien, Phytonährstoffe, Proteine, Linolsäure, 1,8-Cineol und organische Säuren. Diese tragen maßgeblich zum eigenen Wohlbefinden bei. Alle heilenden Wirkungen gibt es hier im Überblick:

  • Er lindert Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen, Durchfall und Reizdarm
  • Auch schafft das Heilkraut Abhilfe bei chronischen Entzündungskrankheiten. Schwellungen, die durch Rheuma oder Arthritis hervorgerufen werden, können gelindert werden
  • Zudem überzeugt das Kraut, indem es den Körper von Giften und Schwermetallen wie Quecksilber reinigt
  • Des Weiteren wird dem Kraut nachgesagt, dass es den Körper entwässert. So können Wassereinlagerungen aufgrund von Nierenproblemen gemindert werden
  • Cholesterin- und Blutzuckerwerte können gesenkt werden
  • Venen und Arterien werden gereinigt
  • Menstruationsbeschwerden werden gelindert
  • Hautkrankheiten wie entzündliche Hautausschläge oder Pilzerkrankungen der Haut können durch die äußerliche Anwendung von Korianderaufguss gemindert werden
  • Das Immunsystem wird gestärkt
  • Wirkt Mundbläschen und kleinen Geschwüren im Mund- und Rachenraum entgegen und sorgt für frischen Atem
  • Dient als Appetitanreger

Koriander Tee

Der Teeaufguss mit Koriander kann über einen kurmäßigen Zeitraum von bis zu 6 Wochen eingenommen werden. Hier empfehlen sich 1-3 Tassen Koriander Tee pro Tag. Ganz nach Belieben können Sie entweder die Variante aus Samen oder aber aus den frischen Blättern genießen. Damit der Körper sich nicht an die Wirkung des Korianders gewöhnt, sollte der Zeitraum nicht überschritten werden. Bei Bedarf kann im Anschluss auf eine Pflanze mit ähnlicher Wirkung zurückgegriffen werden. Beispielsweise sind Rosmarin oder Bärlauch gesunde Alternativen.

Tee aus Koriandersamen

  1. 1-2 TL Koriandersamen in einem Mörser zerstoßen
  2. Mit 200-300ml Wasser auffüllen und kurz aufkochen
  3. Den Topf vom Herd nehmen und 10 min ziehen lassen
  4. Koriandersamen abseihen und den Tee genießen

Tee aus Korianderblättern

  1. 1-2 TL frische oder getrocknete Blätter mit 200-300ml heißem Wasser übergießen und 10-15 min ziehen lassen
  2. Genießen

Gerichte mit Koriander

Das Gewürz kann Speisen mit Fleisch würzen, Fisch eine besondere Note geben, vegetarische Gerichte verfeinern oder aber als Zutat in aromatischen Dips dienen. Viel Inspiration gibt es zum Beispiel bei Essen & Trinken oder Chefkoch.de. Die Heilpflanze harmoniert sowohl mit rotem Fleisch, als auch mit Geflügel. Sie passt zudem farblich wie auch geschmacklich wunderbar beispielsweise zur Erbsensuppe. So machen Sie aus einem Klassiker in der Küche einen wahren Exoten. Sind Sie auf den Geschmack gekommen? Dann sollten Sie unbedingt dieses Rezept ausprobieren:

Erbsensuppe mit Koriander

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Erbsensuppe mit Koriander: Würzig und aromatisch (c) istockphoto.com/egal
  • 1 Bund Korianderblätter
  • 0,5 kg TK-Erbsen
  • 0,6l Geflügelfond  aus dem Glas
  • 0,15 ml Schlagsahne
  • 2 EL Crème fraîche
  • Eine Zwiebel
  • 2 EL Öl
  • 5 EL Weißwein, trocken
  • Salz, Pfeffer und Zucker
  • 1–2 TL Limettensaft
  1. Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel schälen und fein hacken. Diese ins heiße Öl geben und dünsten, bis sie glasig sind
  2. 0,35 kg TK-Erbsen, Weißwein und Fond in den Topf geben. Dann aufkochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken
  3. 8 min zugedeckt köcheln lassen
  4. Koriander waschen und von einigen Stielen befreien, dann zusammen mit der Sahne und Crème Fraîche in den Topf geben. Die Suppe mit einem Stabmixer pürieren. Bei Bedarf im Anschluss durch ein Sieb geben
  5. Restliche TK-Erbsen dazu geben und erwärmen, dann mit Salz, Zucker und einem Spritzer Limettensaft abschmecken

 

 

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