Warum Petersilie gesund ist: Das beliebte Küchenkraut vorgestellt

Zu Gemüse, Fisch oder Fleisch ist sie gleichermaßen ein Genuss – die Petersilie, eins der beliebtesten Küchenkräuter in vielen europäischen und anderen Küchen. Das Kraut (lat. Petroselinum crispum) gehört zur Familie der Doldenblütler und stammt ursprünglich vermutlich aus dem östlichen Mittelmeergebiet oder Westasien. Hier zulande ist die Petersilie – auch Petersil, Peterli, Peterle, Peterling, Petergrün oder Silk genannt – heute eine Kulturpflanze. Je nach Zuchtform kommt sie als „glatte“ oder „krause“ Petersilie aus dem Garten in den Handel. Im Mittelmeerraum und auf den Kanarischen Inseln wächst die aromatische Pflanze noch wild. Wie man mit Petersilie gesund bleibt, wussten schon die Heilkundigen in der Antike.

Die heilende Wirkung des Gewürzes

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Petersilie hat mehr Vitamin C als eine Zitrone oder eine rote Paprika. (©istockphoto.com-tycoon571)

Als Heilpflanze wird die Petersilie häufig unterschätzt. Dass das Gewürz pro 100 Gramm dreimal mehr Vitamin C enthält als eine Zitrone trauen dem unscheinbaren Küchengewürz nur die Sachkundigen zu. Dabei wurde die Petersilie schon in der Antike als heilige Pflanze angesehen, mit der sich Nieren- und Blasenbeschwerden, Blähungen und Frauenbeschwerden gut behandeln ließen. Neben der positiven Heilwirkung haftete der Petersilie Im Mittelalter allerdings auch der Ruf an, Unglück zu bringen. Mit einem Sud aus Petersilie wurden nämlich Abtreibungen vorgenommen, die viele Frauen nicht überlebten. Auch heute noch wird die Prozedur in einigen europäischen Regionen als „Hausmittel“ angewendet.  (wiki)

Mit diesen Inhaltsstoffen macht Sie Petersilie gesund

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Eine Teezubereitung aus Petersilie wirkt harntreibend und entwässernd. (©istockphoto.com-psphotograph)

Neben besonders viel Vitamin C enthalten Petersilienblätter überdurchschnittlich viele andere Vitamine und Mineralien, darunter Beta-Carotin und Folsäure, aber auch Kalium, Eisen, Mangan und Zink. Damit ist die Petersilie ein probates Mittel bei Erkältungskrankheiten und wirkt unterstützend bei der Vorbeugung. Die ätherischen Öle der Petersilie – Myristicin und Apiol – wirken harntreibend und entwässernd. In der Pflanzenheilkunde werden Zubereitungen der Petersilie, zum Beispiel Tee oder Tinktur, daher vorwiegend in der Durchspülungstherapie bei Nieren- und Blasenbeschwerden verwendet. Wenn Krankheitserreger auf natürlichem Wege ausgespült oder Nieren- und Blasensteine in ihrem Wachstum gehemmt werden sollen ist Petersilie eine gute Wahl.

In Maßen macht die besondere Wirkung der ätherischen Öle die Petersilie auch zu einem Heilmittel bei Menstruationsbeschwerden. Schwangeren wird hingegen vom Verzehr größerer Mengen Petersilie abgeraten. Das Kraut vitalisiert die Unterleibsorgane und kann im schlimmsten Fall eine Frühgeburt auslösen. Diese abortive Wirkung des „Unglückskrauts“ liegt nicht in den Stengeln oder den Blättern der Pflanze, sondern in den Samen begründet. Hier liegt das reine ätherische Petersilienöl in einer Konzentration vor, die bei einer Überdosierung zu Gebärmutterkontraktionen oder zu Halluzinationen führen kann.

Neben den vielen Vitalstoffen des Küchengewürzes und seiner stärkenden Wirkung für den menschlichen Organismus hat die Petersilie außerdem ein recht profanes Plus im täglichen Miteinander: Petersilie wirkt antimikrobiell gegen Mundgeruch. Für diese Wirkung einfach ein paar Stengel oder Blätter kauen!

In der Küche wird Petersilie auf vielerlei Art verwendet. Der würzige Geschmack macht das Kraut zu einem delikaten Begleiter für Gemüse-, Fisch- und Fleischgerichte. Die Heilwirkung der Pflanze kommt in diesem Fall in einer besonders angenehmen Form frei Haus. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um Gaumen und Gesundheit gleichermaßen etwas Gutes zu tun.

So bereiten Sie einen Tee aus Petersilie zu

Für einen Petersilien-Tee überbrühen Sie 2 g getrocknete Petersilienwurzel mit 150 ml kochendem Wasser und lassen den Tee zugedeckt 15 Minuten ziehen. Seihen Sie ihn dann ab. Trinken Sie maximal zwei bis drei Tassen am Tag und nehmen Sie den Tee maximal 4 Wochen zu sich.

Halten Sie sich bitte an die Dosierung, um Reizungen der Nieren, des Darms und der Leber zu vermeiden. Benutzen Sie auf keinen Fall Petersilienfrüchte oder Petersilienfruchtöl für Ihren Tee, da hier das reine Petersilienöl in zu hoher Konzentration vorliegt. Dass Petersilie gesund ist, trifft in diesem Fall nicht zu!

So bereiten Sie ein Taboulé zu

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Ein Taboulé ist nicht nur sehr lecker, sondern auch sehr gesund. (©istockphoto.com-etorres69)

Ein arabisches Taboulé gibt es in vielen Varianten, (fast) immer aber mit Petersilie. Lecker!

Zutaten für 4-6 Personen

  • 200 g Couscous
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 3 Tomaten
  • 1/2 Bund Minze
  • 2 Bund Petersilie
  • 50 ml Zitronensaft
  • Olivenöl nach Bedarf
  • Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Bereiten Sie für das Taboulé den Couscous nach Packungsanweisung zu. Schneiden Sie Frühlingszwiebeln und Tomaten jeweils in kleine Ringe oder Stücke. Zupfen Sie Petersilie und Minze und waschen Sie sie. Vermengen Sie den lauwarmen oder kalten Couscous mit den Frühlingszwiebeln, den Tomaten, der Minze und der Petersilie und schmecken Sie mit Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer ab. Lassen Sie das Taboulé vor dem Servieren etwas durchziehen. Guten Appetit!

So bereiten Sie eine Gremolata zu

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Eine Gremolata passt besonders gut zu Fisch-und Fleischgerichten. (©istockphoto.com-bonchen)

Eine Gremolata ist eine italienische Gewürzmischung, die erst gegen Ende der Garzeit auf warme Fleisch- oder Fischgerichte gegeben wird. Köstlich!

Zutaten

  • 2 Bio.Zitronen
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 großes Bund Petersilie

Für die Gremolata die beiden Zitronen heiß abspülen und die Schalen abreiben. Die Knoblauchzehen fein zerhacken. Anschließend die Petersilie waschen und fein hacken. Zitronenschale, Knoblauchzehen und Petersilie vermischen und etwas ziehen lassen.

Wir wünschen guten Appetit! Bleiben Sie mit Petersilie gesund!

 

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