Die Macht der Pfefferminze – Wirkung für Körper und Geist

Pfefferminze ist wohl eines der beliebtesten Hausmittel hierzulande. Kaum ein Haushalt, in dem kein Pfefferminztee vorrätig ist, wenn mal der Hals kratzt. Kaum eine Hausapotheke, aus der kein Pfefferminzöl zum Inhalieren hervorgekramt wird, wenn die Atemwege verstopft sind.

Herkunft der Pfefferminze

Pfefferminze (lat. Mentha piperita) ist eine (zufällige) Kreuzung aus der Bach-Minze und der Wald-Minze. Erstmals Erwähnung fand sie Ende des 17. Jahrhunderts in England.
Die Pfefferminze hat dunkelgrüne, leicht behaarte Blätter und wird bis zu 990 Zentimeter hoch. Sie blüht im Sommer; die erste Ernte ist kurz vor der Blüte, die zweite Ernte kurz nach der Blüte. Der Name „Pfefferminze“ rührt von dem markanten, etwas schärferen Geschmack der Blätter.

Neben seiner gesundheitlichen Wirkung ist die Pfefferminze auch als Gewürz sehr beliebt, verleiht sie mit ihrem Menthol-Geschmack doch vielen Gerichten und Süßspeisen ein unverwechselbares Aroma – gerade in der orientalischen und asiatischen Küche.

Pfefferminze
Kleine Blätter, große Wirkung: Die Pfefferminze © istock/LuVo

Wirkstoffe und Anwendungsgebiete der Pfefferminze

In Pfefferminzblättern ist ätherisches Öl (Menthol) in einer Konzentration von 35 bis 40 Prozent enthalten. Weitere Wirkstoffe sind Flavonoide und Bitterstoffe.
Diese Wirkstoffkombination

  • löst Krämpfe im Verdauungstrakt,
  • regt die Galleproduktion an und
  • lindert Magenschmerzen und Blähungen.

Bei Erkältungskrankheiten wirkt Pfefferminze

  • schleimlösend und erweitert damit die Atemwege sowie
  • schmerzlindernd bei Spannungskopfschmerzen.

Wundermittel Pfefferminztee

Auch Sie werden es aus Ihrer Kindheit kennen: Wenn es einem schlecht ging, egal ob Kopfschmerzen, Erkältung oder Bauchschmerzen, kam Mutti oder Oma mit einem Pfefferminztee um die Ecke. Allerdings: Um eine gesundheitliche Wirkung zu entfalten, muss die Dosierung des ätherischen Öls schon recht hoch sein. Wer sich mit dem herkömmlichen Pfefferminztee Marke Teebeutel begnügt, wird eher den zwar kurzfristig wohltuenden, aber doch wenig wirksamen Effekt des Genusses eines Heißgetränks verspüren.

Pfefferminztee selbst gemacht

Besser sind Sie dran, wenn Sie Ihren Tee aus frischer Pfefferminze selber machen. Und das stellt kaum einen größeren Aufwand dar als die „Variante Teebeutel“:

  • 2 Gramm Pfefferminzblätter (wer es mag, gern auch mehr) in einen Becher geben
  • Wasser kochen und 2 bis 3 Minuten abkühlen lassen
  • Pfefferminzblätter mit dem Wasser übergießen und 8 bis 10 Minuten ziehen lassen
  • im Sommer für einen Pfefferminz-Eistee Zitrone nach Geschmack zusetzen.

 

Pfefferminztee
Pfefferminztee: Wohltuend, erfrischend und einfach lecker © istock/justhavealook

 

Noch ein paar Tipps und Hinweise zum Pfefferminztee

  • Stichwort Diät: Sie können mit Pfefferminztee auch abnehmen, denn Pfeffermine wirkt appetithemmend – allerdings sollten Sie den Tee dann natürlich ohne Zucker trinken.
  • Ausschließlich Trinken? Nein, auch äußerlich ist Pfefferminztee gut anzuwenden: Einfach ein Tuch mit dem Tee befeuchten und auftragen (zum Beispiel auf die Schläfe bei Kopfschmerzen).
  • Wer sein Getränk etwas dickflüssiger mag, kann auch gesunde Smoothies aus Pfefferminze zubereiten.
  • Und auch zum Inhalieren eignet sich Pfefferminztee.

 

 

 

 

Pfefferminzöl

Das ätherische Öl der Pfefferminze kann ebenfalls sowohl eingenommen als auch äußerlich angewendet werden. Wenn Sie Darmbeschwerden haben, empfiehlt es sich, einige Tropfen Pfefferminzöl einzunehmen. Bei Kopfschmerzen können Sie das Öl auf ein Tuch träufeln und einatmen. Beim Inhalieren sollten auf einen Liter Wasser 5 Tropfen Pfefferminzöl zugegeben werden.
Ansonsten eignet sich Pfefferminzöl sehr gut zum Einreiben, um Nerven- und Kopfschmerzen zu lindern. Vorsicht ist natürlich immer geboten in der Nähe von Schleimhäuten.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen treten im Allgemeinen bei der Einnahme von Pfefferminze nicht auf. Bei Verschluss der Gallenwege, Gallenblasenentzündung, Sodbrennen und Leberschäden ist allerdings von Pfefferminze abzuraten.
Und Vorsicht: Säuglinge und Kleinkinder werden Pfefferminzöl in der Regel als zu stark empfinden.

Pfefferminze selbst anbauen

Um die Versorgung mit frischer Pfefferminze zu sichern, bauen Sie Pfefferminze doch einfach selbst wie Petersilie oder andere Kräuter im Topf auf dem Balkon (oder auf der Fensterbank) an. Achten Sie nur darauf, dass die Kräuter es sonnig bis halbschattig haben und dass das Substrat immer leicht feucht ist.

 

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