Die schadstofffreie Teichfolie

Die Terrasse ist errichtet, die Gartenpfade angelegt und die Rosen ausgepflanzt – nun fehlt nur noch der Gartenteich zum vollen Glück. Doch bevor das Bauvorhaben beginnen kann, heißt es „informieren“. Denn der Teich soll nicht nur schön, sondern auch gesund sein. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Teichfolie.

Was kann man bei der Teichfolie schon falsch machen?

teichfolie
Eine gesunde Flora und Fauna hat man nur mit
der richtigen Teichfolie
istockphoto.com/mtreasure

Diese Frage stellen sich wahrscheinlich viele bauwillige Gartenteich-Architekten – vergessen dabei aber, dass man mit der falschen Teichfolie sein gesamtes Werk zerstören kann. Grund dafür ist, dass in vielen Teichfolien Schadstoffe enthalten sind, die sich bei längerem Kontakt mit Wasser lösen können. Zu beachten ist auch, dass die Schadstoffe nicht nur durch Wasserkontakt, sondern auch durch Sonneneinstrahlung aus der Folie austreten können.

Zwar zeichnen viele Hersteller ihre Folien als „verträglich für Fische“ aus, doch können auch solche Teichfolien den kleinen Fischen schaden: Denn aus dem Prädikat „fischverträglich“ geht nicht hervor, welche Fische im Teich ohne Probleme leben können. So kann eine Folie, aus der nur wenige Schadstoffe gelöst werden, für große Fische ungefährlich sein und zum Massensterben bei kleinen Fischen führen. Schon vor dem Kauf der Teichfolie sollte man deshalb auf einige Dinge achten:

  • Frostbeständige Teichfolien halten länger
  • Die Teichfolie sollte möglichst elastisch und reißfest sein
  • Um Unebenheiten entgegenzuwirken, unter die Folie ein Schutzvlies legen
  • UV-beständige Folie verhindert das Entweichen von Schadstoffen durch Sonneneinstrahlung
  • Je nach Größe und Tiefe des Teichs sollte Dicke der Teichfolie zwischen 1,0 und 2,5 mm betragen

Welche Arten von Teichfolie gibt es?

Teichfolien findet man in den unterschiedlichsten Ausführungen, wie DAEDLER deutlich zeigt: PVC, PE, EPDM. Doch welche Folie erweist sich als besonders umweltfreundlich bzw. gesund?

Umweltfreundlich, äußerst reißfest

EPDM-Folien: Die EPDM-Folie wird nicht nur als Teichfolie eingesetzt, sondern auch in vielen anderen Bereichen, in denen Dinge abgedichtet werden müssen. Die Folie besteht zu großen Teilen aus natürlichem Kautschuk und ist deshalb deutlich reißfester als die PVC-Folie. Reparaturen sind dafür nicht so leicht durchzuführen wie bei der Plastik-Folie: Da die EPDM-Folie nicht verschweißt werden kann, muss man sie entweder zusammennähen oder verkleben.

Durch das natürliche Material besitzt die EPDM-Teichfolie eine sehr gute Ozon- und UV-Stabilität. Zudem ist sie sehr umweltfreundlich und hält sich bis zu 40 Jahre im Teich. Zudem zeichnet sich die Folie durch eine hohe Beständigkeit gegen Plize, Lagen und Bitumen aus.

Leicht zu reparieren, nicht sehr umweltfreundlich

schadstofffreie teichfolie
Für einen gesunden Gartenteich ist
die richtige Teichfolie nicht unerheblich
istockphoto.com/Mike Cherim

PVC-Folien: PVC-Folien sind die wohl beliebteste Sorte von Teichfolie, die beim Bau vom Gartenteich verwendet wird. PVC ist ein Thermoplast, dass sich durch seine hohe Flexibilität und Reißfestigkeit auszeichnet. Die Rollen mit PVC-Teichfolie lassen sich leicht auf der Teichfläche ausrollen und verarbeiten. Reparaturen sind schnell erledigt, da sich die Folie mit dem Heißluftfön und Kleber leicht flicken lässt. Problematisch ist allerdings der Weichmacher, mit dem die PVC-Folie flexibel gemacht wird: Die Weichmacher sind wasserlöslich und verflüchtigen sich – je nach Qualität der Folie – mehr oder weniger schnell im Teichwasser, was Fische und Pflanzen den Schadstoffen aussetzt.

Die robusteste Folie der Welt, zu steif für kleine Teiche

PEHD-Folien: Die Polyethylenfolien hoher Dichte, bieten derzeit die beste Robustheit und die höchste Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen. Zudem zeichnet sich die Teichfolie durch eine gute Verschweißbarkeit aus. Weil die PEHD-Folie allerdings etwas steifer ist, als die jede andere Teichfolie, eignet sie sich eher weniger für kleine Gartenteiche, sondern für Großprojekte.

Gute Umweltverträglichkeit, kein Eigeneinbau möglich

PELD-Folien: Polyethylen niederer Dichte zeichnen sich vor allem durch eine sehr gute Umweltverträglichkeit aus. Sie enthalten keine Weichmacher wie die PVC-Folie, sind dafür aber steifer und weniger flexibel. Deshalb ist der Einbau nur von Verlegefirmen mit dem entsprechenden Know-How vorzunehmen, da sonst Schäden an der Teichfolie entstehen könnten. Neben den guten Umwelt-Eigenschaften und der Langlebigkeit der Folie, bietet sie auch eine gute Beständigkeit gegen Öle, Fette und Bitumen.

Weitere Infos zum Thema Folien und Gartenteich anlegen hier: klick

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