Ungesättigte Fettsäuren

Ohne Fett geht es nicht, aber: Fett ist nicht gleich Fett. Man unterscheidet zwischen gesunde und schlechte Fette. Oder besser gesagt: ungesättigte und gesättigte Fettsäuren. Nahrungsfette sind ein wichtiger Bestandteil unserer täglichen Ernährung. Sie sind ein Energielieferant, wie gesunde Kohlenhydrate, und sind zudem wichtig für das Aroma und den Geschmack von Lebensmitteln.

Gesättigte oder ungesättigte Fettsäuren?

gesättigte fettsäuren
Auf diese Fette sollte man verzichten!
©iStock/Anatoly Repin

Ein Blick auf die Waage reicht meistens aus, um festzustellen, dass die Ernährungsgewohnheiten verändert werden müssen. Diäten sind beliebt, um Gewicht zu reduzieren. Leider kann man neben Vitaminmangel auch durch Mangelernährung dem Körper auch erheblichen Schaden zufügen. Viele Menschen versuchen bei Diäten möglichst auf Fette zu verzichten, jedoch ist dies ein Fehler. Fette gehören zu einer ausgewogenen Ernährung. Sie liefern auf Grund ihrer hohen Energiedichte (37 kJ (9 kcal) pro Gramm) dem Körper zwar viel Energie, dennoch benötigt der Körper sie, um gesund zu bleiben. Wenn man schon auf Fette verzichtet, dann sollte man die gesättigten Fettsäuren aus seinem Ernährungsplan streichen und vielmehr auf ungesättigte Fettsäuren setzen. Ungesättigte Fettsäuren sind für viele Stoffwechselvorgänge im Körper verantwortlich.

Gesundheitliche Wirkungen von Fettsäuren

Für gewöhnlich unterscheidet man zwischen ungesättigten und gesättigten Fettsäuren. Ungesunde bzw. gesättigte Fettsäuren sind tierischen Ursprungs. Sie kommen beispielsweise in Speck und Butter vor. Bisher wurde vermutet, dass die darin enthaltenen gesättigten Fettsäuren dazu beitragen würden, die Blutfettwerte zu erhöhen und dadurch Arteriosklerose begünstigen würden. Jedoch hat man nun herausgefunden, dass der Cholesterinspiegel unabhängig vom Verzehr der Lebensmittel ist, die viel Cholesterin enthalten (Quelle: Bayerischer Rundfunk). Empfohlen wurde bislang, dass höchstens ein Drittel der täglich aufgenommenen Fette tierischen Ursprungs sein sollten. Vom Konsum von Fertigprodukten wurde abgeraten, da sie meist Fette tierischen Ursprungs enthalten. Auch wenn hier eine Entwarnung gegeben wurde, bietet es sich an, so oft wie möglich selbst frisches Essen zuzubereiten, um sich gesund zu ernähren und Kosten zu sparen.

Warum auf ungesättigte Fettsäuren setzen?

Fisch liefert wertvolle ungesättigte Fettsäuren
Fisch liefert wertvolle ungesättigte Fettsäuren
©iStock/AlexRaths

Einfach ungesättigte Fettsäuren aus gesunden Fetten schützen das Herz-Kreislaufsystem und sind Teil der Zellmembranen. Ungesättigte Fettsäuren sind zum Beispiel in Rapsöl und Olivenöl enthalten. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten kaum Wasserstoffanteile und besitzen mehrere Doppelbindungen mit Kohlenstoffatomen. Der Körper benötigt mehrfach ungesättigte Fettsäuren für die Verwertung der Vitamine A, D und E, darüber hinaus sind sie wichtig für unterschiedliche Körperfunktionen. Vor allem Kinder benötigen mehrfach ungesättigte Fettsäuren für die Entwicklung, weil sie für das Wachstum wichtig sind. Da der Körper nicht in der Lage ist, ungesättigte Fettsäuren selbst zu produzieren, muss er regelmäßig durch die Nahrungszufuhr damit versorgt werden. Es wird zwischen Omega-3-Fettsäuren, die zum Beispiel in Forellen, Lachs, Thunfisch vorkommen, und Omega-6-Fettsäuren, die in Walnüssen, Weizenkeimen und Sesam enthalten sind, unterschieden. Zu den Omega 3-Fettsäuren zählt unter anderem auch die Linolensäure, die in Rapsöl und Leinöl vorkommt. Empfehlenswert ist es dennoch, bei der Ernährung auf Seefisch zu setzen, denn sie sind eine effektivere Quelle für Omega-3-Fettsäuren als andere Quellen, die pflanzlichen Ursprung haben.

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