Zeckenstich erkennen – Außer Gefahr sein!

Zeckensaison im Wald ©iStock/Schlegelfotos
Achtung Zecken im Wald!
istockphoto.com/Schlegelfotos

Ein schöner Spaziergang im frühlingshaften Wald, ein erstes Picknick im hohen Gras und schon ist es passiert – ein Zeckenstich. Während Mücken und Pferdebremsen zumindest nur nerven und einem den Tag in der Natur vergrätzen, spielen Zecken in einer anderen Liga. Die Blutsauger können den Frühsommer-Meningoenzephalitis-Virus (FSME) und die, durch Borrelien (Bakterien) hervorgerufene, Lyme-Borreliose übertragen. Dass man einen Zeckenstich erkennen kann, sollte einfach sein, ist es aber leider nicht. Der eigentliche Stich schmerzt kaum und bleibt oft unbemerkt. Beim Blutsaugen sondert die Zecke ein Schmerzmittel in die Wunde ab, um weiterhin unentdeckt zu bleiben. Das Risiko sich mit einem Krankheitserreger zu infizieren, der zu Borreliose oder FSME führt, steigt mit jeder Saugminute. Nach 12 Stunden ist das Risiko an einer Infektion zu erkranken am höchsten. Je eher Sie den Zeckenstich erkennen, desto besser.

Wo Sie nach einem Zeckenstich suchen sollten

zeckenstich-erkennen
Zecke auf der Suche nach einer
Einstichstelle istockphoto.com/ArtBoyMB

Überall! Zunächst ist die Kleidung dran. Krabbelt etwas kleines Schwarzes darauf herum? Zecken brauchen manchmal stundenlang, um den perfekten Platz für die Einstichstelle zu finden. Danach ist der Körper dran. Die Suche beginnt beim Kopf – auch unter dem Haar – und endet an den Füßen. Selbst die Haut zwischen den Zehen ist vor Zecken nicht sicher. Besonders bevorzugte Andockstellen sind Achseln, Kniekehlen, Schambereich oder der Haaransatz. Haben Sie eine oder mehrere Hautunebenheiten gefunden, die vorher nicht da waren? Und sehen Sie dort winzige Beine? Je dicker die Zecke ist, desto länger waren Sie unfreiwilliger Wirt.

Borreliose und FSME nach einem Zeckenstich erkennen

Wenn die Zecke erst mal satt ist, lässt sie sich fallen. Das Aufspüren der Einstichstelle wird jetzt sehr schwer. Eine durch Zeckenstich übertragene Erkrankung an FSME und Lyme-Borreliose ist nicht leicht zu diagnostizieren. Grippeähnliche Symptome zusammen mit einer, durch den Zeckenbiss hervorgerufenen, Hautrötung sind meistens die einzigen Indizien. Die fleck- oder ringförmige, auch als Wanderröte bekannte, Rötung ist oft erst Wochen nach dem Stich sichtbar. So lässt sich auch später ein Zeckenstich erkennen. Wenn Sie in einem erhöhten Risikogebiet leben, bietet sich eine Impfung gegen FSME an. Infos über die Risikogebiete erhalten Sie auf impfen.de.

So entfernen Sie eine Zecke

Zeckenstich erkennen und Zecke mit einer Zeckenzange entfernen ©iStock/sasel77
Zeckenstich erkennen und Zecke
mit einer Zeckenzange entfernen
istockphoto.com/sasel77

Mit einer speziellen Zeckenkarte, Zeckenzange oder spitzen Pinzette sind Zecken schnell entfernt. Sie sollten ganz nach der Gebrauchsanweisung vorgehen und die Spinnentiere gerade herausziehen. Wenn Sie den Körper der Zecke quetschen oder Substanzen verwenden, um sie zu töten, erhöhen Sie das Risiko einer Infektion. Bei Drehbewegungen könnte der Kopf in der Haut verbleiben.




Einen Zeckenstich erkennen ist gut, vermeiden ist besser

zeckenstich-erkennen
Zeckenstich erkennen ist gut,
sich vor einem Zeckenstich schützen ist besser
istockphoto.com/RCKeller

Das Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit (APUG), eine Kooperation mehrere Ministerien und Bundesoberbehörden, rät darum Spaziergängern und Waldbesuchern nicht querfeldein zu gehen und passende Garderobe zu tragen. Passend wäre, hinsichtlich der kleinen Blutsauger, lange und helle Kleidung. Wenn Sie die Hosenbeinenden in die Socken stecken oder Schuhe mit hohem Schaft mit einem Gummiband am Schuhschaft befestigen, hat das kleine Spinnentier kaum eine Chance auf die Haut zu gelangen. Eine Kopfbedeckung kann zusätzlich schützen. Sollte eine Zecke es trotzdem probieren, kann sie auf hellem Untergrund schnell ausgemacht und entfernt werden. Als sinnvolle Abwehrmaßnahme hat sich auch Zecken-Abwehr-Spray bewährt. Auch wenn die Hersteller laut Stiftung Warentest anders werben, schützen die besten Sprays maximal drei Stunden vor einem Zeckenbiss. Welche Abwehrsprays schützen und welche eher eine Einladung für Zeckenstiche sind, können Sie hier nachlesen.

Share on Facebook0Pin on Pinterest0Tweet about this on TwitterGoogle+0Email to someone

Add a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.