Zuckerfreie Ernährung

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt einem Erwachsenen mit normalen Body Mass Index höchstens 25 g Zucker pro Tag. Nicht so einfach, wenn 0,25 L Orangensaft bereits 25 Gramm Zucker enthält. Oder 250 Gramm Fruchtjoghurt bis zu 40 Gramm aus Zucker besteht. Selbst ein Esslöffel Ketchup hat bereits 4 Gramm Zucker in sich!

Unser Zuckerkonsum kann zu Übergewicht führen, die Entstehung von Diabetes begünstigen, eine Fettleber fördern und natürlich zu Karies führen. Selbst Krebszellen lieben Zucker!

Obwohl Zucker unsere Gesundheit so sehr gefährdet, hat sich der Pro-Kopf-Konsum von Zucker in Deutschland seit 1980/81 kaum verändert. Er lag 2013 bei 32,1 Kilogramm pro Person. Das sind ca. 87 Gramm Zucker pro Tag.

Was kann man also tun?

Projekt Zuckerfrei

zuckerwürfel mit totenkopfDiese Frage haben sich auch viele Blogger und Bloggerinnen gestellt. Unter dem Motto „Projekt Zuckerfrei“ dokumentieren Menschen ihr Leben ohne Zucker.

Von einer Woche bis zu einem ganzen Jahr wird auf Haushaltszucker, in manchen Fällen auch auf Honig und Zuckerersatzstoffe verzichtet.

Nicole von livelifedeeply-now.de hat schon 2012 eine Woche lang kein süßes Gift angerührt. Ihr Fazit: „Kaffee OHNE Zucker schmeckt, es geht auch ohne Schokolade aber schöner ist es MIT!“. Schöner Nebeneffekt: sie hat ein Kilo abgenommen.

Hannah von projekt-gesund-leben.de hat ganze 40 Tage keinen Zucker und Honig angerührt. Sie war überrascht, wie einfach es ist, ohne Zucker zu leben! Trotzdem ist ihr Fazit ähnlich: „Komplett auf Zucker verzichten werde ich aber nicht, denn so ein Stück Kuchen sonntags im Café ist für mich auch ein Stück Lebensqualität, das ich nicht missen möchte.“

Ein ganzes Jahr auf Zucker verzichten? Das hat der Endokrinologe Christian aus Wien geschafft. Er führt zudem die Gefahren von übermäßigen Zuckerkonsums auf stellt interessante Studien zu dem Thema vor. Seinen Blog gibt es hier.

Alles zuckerfrei möglich: Von Müslis bis zu Marmelade-Variationen

Die Industrie hat längst auf die neue Zuckerfeindlichkeit reagiert. Alleine Getränke – sogar Softdrinks – sind bereits seit über 15 Jahren in der zuckerfreien Version erhältlich.

Auch andere Lebensmittel gibt es als zuckerfreie Alternative. Wer zum Beispiel auf sein Müsli am Morgen nicht verzichten möchte, kann sich für ein Früchte-Müsli ohne Zucker entscheiden. Auch Marmelade gibt es in der zuckerfreien Variante. Meist mit der Zucker-Alternative Xylit oder auch Agavendicksaft angemacht, lassen sich zahlreiche Sorten von Erdbeer bis Mango finden.

Zuckerfreie Süßigkeiten

Selbst auf Schokolade muss nicht verzichtet werden. Im Fachhandel bieten verschiedene Hersteller Schokolade an, die anstatt Zucker vielfach das Süßungsmittel Maltit (wird aus Maisstärke gewonnen) oder Xylitol verwenden. In Süßkraft und Geschmack kommen diese Varianten dem Zucker sehr nahe, wirken sich aber kaum auf den Insulinspiegel und den Blutzuckerwert aus.

Ob Salmiak-Pastillen, Fruchtgummi, Lakritz, Gummibärchen oder Bonbons – zuckerfreie Süßigkeiten gibt es inzwischen in allen erdenklichen Variationen. Auf ein-jahr-ohne-zucker.net gibt es auch eine Liste mit zuckerfreien Lebensmitteln.

Auch Coppenrath und Dr. Oetker haben mittlerweile zahlreiche zuckerfrei Alternativen in ihrem Portfolio integriert.

Süßes, zuckerfreies Leben

Es ist möglich, sich ohne Zucker zu ernähren, auch wenn die Produkte aus dem Supermarkt es einem nicht immer leicht machen (siehe auch Clean Eating).

Wer sich konsequent gesund ernährt und weitesgehend auf Zucker verzichtet, wird vielleicht auch mit einem besseren Geschmackssinn, Gewichtsverlust und neuer Vitalität belohnt. Der Körper wird es auf jeden Fall danken.

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